W
NW
N
N
NE
W
the Degree Confluence Project
E
SW
S
S
SE
E

Greece

near Koúteli, Dytikí Elláda, Greece
Approx. altitude: 1046 m (3431 ft)
([?] maps: Google MapQuest Multimap world confnav)
Antipode: 38°S 158°W

Accuracy: 5 m (16 ft)
Click on any of the images for the full-sized picture.

#2: GPS #3: Blick nach Norden - View north #4: Blick nach Osten - View east #5: Blick nach Süden - View south #6: Blick nach Westen - View west #7: Jonas am Punkt - Jonas at N38E22 #8: Magdalena am Punkt - Magdalena at N38E22 #9: Pfad entlang der Schlucht - Path along gorge #10: Kirche in verlassenem Dorf - Church in abandoned village

  { Main | Search | Countries | Information | Member Page | Random }

  38°N 22°E (visit #2)  

#1: 70 m zum Punkt - 70 m to N38E22

(visited by Jonas Kremer and Magdalena Kremer)

English

15-May-2008 -- Deutscher Bericht Nach einer komfortablen Nacht in einem Beach-Resort in Longos an der Nordküste der Peloponnes erreichte uns am Morgen des 15. Mai 2008 die gute Nachricht, dass ein Streik der griechischen Tanklastwagenfahrer, der unseren Urlaub seit einigen Tagen an den Rand des Abbruchs geführt und unsere Bewegungsfreiheit in Griechenland extrem eingeschränkt hatte, nach einer Einigung in der Nacht abgebrochen worden war. Endlich konnte der Urlaub richtig losgehen und die geplanten Ziele in Angriff genommen werden! Selbstverständlich sollte auch ein Konfluenzpunkt auf der Peloponnes erobert werden. Dafür schien uns der Punkt N38 E22 gut geeignet.

Von Longos aus folgten wir zunächst der Küstenstraße nach Osten in Richtung Egio. Dort tankten wir dann tatsächlich problemlos an einer Tankstelle voll, denn der ADAC hatte uns geraten, in den ersten Tagen nach Streikende noch nicht auf eine flächendeckende Benzinversorgung im Inneren der Peloponnes zu vertrauen. Der Tankwart jedoch versicherte uns, dass bereits spätestens am nächsten Tag in allen Tankstellen Griechenlands (zumindest denen seiner Marke) wieder Benzin zur Verfügung stehen würde.

Nach etwas Suchen fanden wir dann in Egio die richtige Straße nach Süden in Richtung Kalavryta und Psophis, die uns auf kurviger Strecke durch die wunderschöne, bergige Landschaft der Peloponnes führte. An einigen Stellen war jedoch die Natur deutlich von verheerenden Waldbränden der letzten Jahre gezeichnet – ein erschreckendes Bild!

Von dieser schönen Straße geht in 3,77 km Entfernung vom Punkt direkt hinter einem kleinen weißen Haus eine Straße scharf nach rechts in Richtung Kouteli ab. Diese führt zunächst äußerst steil bergab und wird dann bald zu einer Schotterpiste. 2,1 km Luftlinie vom Punkt entfernt wurden wir vom Ortsschild des kleinen Dorfes begrüßt. Grob dem Pfeil folgend fuhren wir durch das Dorf, in dem auffällig viele Hunde mitten auf der Straße ein Mittagsschläfchen hielten. Nach einigem Suchen und Wenden fanden wir schließlich einen schmalen, ansteigenden Weg aus dem Dorf heraus in Richtung des Punktes. Nachdem der Asphaltbelag aufgehört hatte und der Weg mit dem Auto bald nicht mehr befahrbar schien, stellten wir unser Fahrzeug neben einem kleinen Brunnen an einer Raststelle in 1,3 km Entfernung vom Punkt ab und machten uns zu Fuß weiter auf den Weg.

Wir gingen zunächst auf dem Weg weiter, als dieser jedoch deutlich in die falsche Richtung führte verließen wir ihn nach links und wanderten, meist recht steil bergauf, durch blühende Wiesen, teils auf schmalen Pfaden. Hier habe ich zum ersten Mal eine Schlange in freier Wildbahn gesehen, die sich jedoch schnell davon schlängelte, als wir uns näherten. 400 m vom Punkt entfernt mussten wir uns an einer Schlucht entlang hangeln, an deren Ende wir auf eine Ruine stießen. Schließlich, in 200 m Entfernung, trafen wir nach mittlerweile 40 min anstrengendem Fußmarsch auf eine breite, schlammige Straße, die wir überquerten, um weiter bergan in Richtung des Punktes zu gehen. Dieser lag schließlich 35 m innerhalb eines steilen Waldstückes, in dem es einige Zeit benötigte, die GPS-Aufnahme mit allen Nullen zu machen. Nach Aufnahme der anderen Photos machten wir uns bald auf den Rückweg. Dabei folgten wir der kurz zuvor überquerten Straße in Richtung des Dorfes Kouteli bergab. Diese kurvige Straße führte durch ein offensichtlich seit Jahren verlassenes und entsprechend verfallenes Dorf. Schließlich versperrte eine große Ziegenherde den Weg.

Vorsichtig suchten wir einen Weg zwischen den Tieren hindurch als uns plötzlich ein großer, laut bellender Hund stellte und in Schach hielt. Ein weiterer Hund führte dann die Herde unter seinem Schutz an uns vorbei und der bellende Hund ließ erst nach einigen Minuten, als die Herde hinter der nächsten Kurve in Sicherheit war, von uns ab. So sehr wir erschrocken waren über das minutenlange, aggressive Bellen, so sehr waren wir doch auch von der perfekten Arbeitsteilung der Hunde ganz ohne Aufsicht durch einen Ziegenhirten beeindruckt. Schließlich erreichten wir nach einem zeitlich etwas längeren Rückweg recht bequem das Dorf. Es ist also eigentlich durchaus möglich, den Punkt bis auf 200 m mit dem Auto anzufahren, wenn man den nach Süden führenden, ansteigenden Weg aus dem Dorf hinaus wählt. Nachdem wir uns auch erfolgreich an den schlafenden Hunden im Dorf vorbeigemogelt hatten, ließen wir uns am Auto ein leckeres Mittagessen mit griechischen Spezialitäten aus dem Supermarkt schmecken, bevor wir uns auf die Weiterfahrt zu den antiken Ausgrabungsstätten von Olympia, einem weiteren Höhepunkt dieser Griechenland-Reise, machten.

English

15-May-2008 -- After a comfortable night in a Longos’ Beach-Resort at the northern shore of the Peloponnese we came to know that a walkout of tank truck drivers, which hindered our holiday plans during the previous few days and had nearly forced us to make an unscheduled return to Italy, was finally abandoned. So our first goal with that new “Freedom of driving” was the CP N38E22.

We drove eastern along the shore to Egio and turned, after fueling successfully (!) and some searching for the right road, south towards Kalavryta and Psophis. This winding and hilly road led us through a wonderful mountain-landscape, which was however riddled with burned areas, obviously resulting from several forest fires in the past years.

In a beeline-distance of 3.77 km from the CP you have to leave that nice road directly after a small white house to the right towards the village Kouteli. This road leads downhill rather steeply and soon becomes unpaved. 2.1 km away from N38E22 you enter the village. Following the GPS we found a steeply ascending track which soon after the village turned out to be impassable by car. So we parked next to a little well at a distance of 1.3 km to the point and tried to reach the goal by foot. But soon the path went in the wrong direction and we had to leave it to the left walking cross-country through meadows and little forests, most time uphill.

Here for the first time saw a snake in the wilderness, but didn’t tell my sister… In 400 m distance we had to claw our way along a gorge, but eventually encountered a muddy road, which we crossed in 200 m distance to the point. The point is situated a little above the road in a small and steep wooded area. After taking the photos we decided to try following the muddy road downhill in direction of Kouteli in the hope that it may lead us back to the village easier. The winding road crossed an abandoned village and abruptly was blocked by a herd of goats.

Carefully we tried to go pass through it when a dog appeared suddenly, barking loud and rushing up to us. But he held a distance of about 2 m and kept us in check until his “co-worker”, another dog, had guided the herd behind the next curve. Then, about 45 minutes after leaving the CP, we reached Kouteli again, observing, that it is possible to reach N38 E22 by car except for the last 200 m, when, after crossing Kouteli, choosing the rising way to the south. After a delicious picnic with greek specialities from the supermarket, we continued our journey and reached the very worth-seeing ancient sites of Olympia at the early evening.


 All pictures
#1: 70 m zum Punkt - 70 m to N38E22
#2: GPS
#3: Blick nach Norden - View north
#4: Blick nach Osten - View east
#5: Blick nach Süden - View south
#6: Blick nach Westen - View west
#7: Jonas am Punkt - Jonas at N38E22
#8: Magdalena am Punkt - Magdalena at N38E22
#9: Pfad entlang der Schlucht - Path along gorge
#10: Kirche in verlassenem Dorf - Church in abandoned village
ALL: All pictures on one page (broadband access recommended)