English
14-Jul-2023 – Ein Traum ging in Erfüllung
Der Dritte Anlauf führte endlich zum Erfolg.
Nach 2 vergeblichen Versuchen, an die Quelle der Lena, sie gehört mit 4400 km Länge zu den 10 längsten Flüssen unserer Erde, zu gelangen, ging im Jahre 2023 endlich unser Traum in Erfüllung.
Einmal verhinderte die Coronapandemie und einmal Waldbrände unsere Expedition.
Die Anreise von Berlin mit dem Bus durch Polen nach Kaliningrad und von dort mit dem Flugzeug über Moskau nach Irkutsk war recht Anstrengend. Dort wurden wir aber von unseren Freunden Dima und Andrej schon erwartet. Dima hatte bereits alles gut vorbereitet und so konnten wir bald in Richtung zum geliebten Baikalsee aufbrechen. Am folgenden Tag hat uns dann ein Boot, etwa 150 km nach Norden zum Kap Pokoiniki gebracht. Dort ist der Einstieg zur Quelle der Lena.
Zunächst ging es aber erst einmal etwa 800 Höhenmeter hinauf zum Plateau des Lenaquellgebietes, auf etwa 1250 m. Aber die erste Aussicht ins Quellgebiet hat uns alle Anstrengungen vergessen lassen.
Auf überwiegend Tierpfaden ging es dann etwa 40 km langsam hinauf auf 1460 m zu einem kleinen Namenlosen See, aus dem die Lena, als kleiner Bach entspringt. Ein unvergesslicher Moment für uns. Hier noch knapp 1 m breit und nach einigen 1000 km dann über 10 km Breit, ein gewaltiger Fluss.
Auf dem Weg zur Quelle, mussten wir unterwegs knapp 1,5 km durch sumpfiges Gebiet, um zu den Confluence Punkt zu gelangen, aber das haben wir gerne auf uns genommen.
Die Expedition zur Quelle der Lena hat uns mit viel Stolz erfüllt und wir werden noch lange an die schönen Tage in der Taiga zurückdenken.
Unser Dank, gilt unserem Freund Dima, ohne ihm wäre es vermutlich ein ewiger Traum geblieben.
English
14-Jul-2023 – A dream came true
After two failed attempts to reach the source of the Lena—one of the world’s ten longest rivers at 4,400 km – we finally succeeded in 2023. First, the COVID-19 pandemic disrupted our plans, and then wildfires forced us to postpone the expedition.
Our journey from Berlin was quite exhausting: a bus ride through Poland to Kaliningrad, followed by a flight via Moscow to Irkutsk. But there, our friends Dima and Andrey were already waiting for us. Dima had arranged everything perfectly, so we were soon able to set off toward the beloved Lake Baikal. The next day, a boat took us about 150 km north to Cape Pokoiniki on the western shore – the starting point of the trail to the Lena’s source.
First, we had to climb about 800 meters up to the plateau of the Lena’s source region, reaching an altitude of roughly 1,250 meters. But the first glimpse of the headwaters made all our efforts worthwhile.
Mostly following animal trails, we trekked about 40 km uphill, slowly ascending to 1,460 meters, where we found a small, nameless lake – the birthplace of the Lena, emerging as a tiny stream. An unforgettable moment! Here, it was barely a meter wide, yet after thousands of kilometers, it becomes a mighty river over 10 km across.
On the way to the source, we had to cross nearly 1.5 km of swampy terrain to reach the confluence point, but we gladly took on the challenge.
This expedition filled us with immense pride, and we will long cherish the memories of our beautiful days in the taiga.
Our deepest gratitude goes to our friend Dima, without him, this journey would likely have remained an impossible dream.